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Jüdischer Friedhof Hermannstraße

Abbildung vom Jüdischen Friedhof, Kreisstadt Neunkirchen Saar / ©
Jüdischer Friedhof / ©

- Fläche 0,3 ha

Im Jahre 1777 wurde der jüdischen Bevölkerung in Neunkirchen das Anlegen eines eigenen Begräbnisplatzes genehmigt. Doch erst 1831 wurde das Gelände am heutigen Standort auf der Spieser Höhe nahe der Hermannstraße erworben und der Friedhof angelegt.

Nach der Reichspogromnacht im November 1938 wurde der Friedhof weitestgehend verwüstet und die Grabmale zerstört.
Auf einem Teil des Friedhofes wurden ab 1942 russische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter beigesetzt.
Nach 1945 ließ die Stadt die Anlage wieder als würdige Begräbnisstätte herrichten. Die Synagogengemeinde Saar ließ die zerstörten Grabsteine größtenteils durch neue ersetzen. Um nicht zu "Vergessen", wurde im Juni 1955 die zentralgelegene Gedenkstätte eingeweiht.

An die russischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter erinnert eine Gedenktafel, die Gräber selbst wurden mit schlichten Grabsteinen versehen. Nach Kriegsende fanden nur noch wenige Bestattungen statt. Ansprechpartner für die Begräbnisstätte ist die Synagogengemeinde Saar in Saarbrücken.


(Stand: Mai 2004)

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Die Friedhöfe finden Sie unter der Rubrik "Öffentliche Einrichtungen".