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Stadtteilentwicklungskonzepte werden diskutiert

Seit Herbst 2020 arbeitet die Technische Universität im Auftrag der Kreisstadt Neunkirchen an integrierten Konzepten zur Entwicklung der Neunkircher Stadtteile. Wissenschaftler der Technischen Universität Kaiserslautern diskutieren mit Bürgerinnen und Bürgern erste Ergebnisse in der zweiten Workshoprunde, die nun seit vier Wochen läuft.

„Ich danke den Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit ehrenamtlichem Engagement zum Wohle ihres Stadtteils in den Prozess zur Erstellung der Stadtteilentwicklungskonzepte eingebracht und beteiligt haben. Die zahlreichen Einzelkonzepte werden in unser Strategiepapier ‚Neunkirchen 2030‘ einfließen, das dann das Leitbild und das übergeordnete Dach für alle Entwicklungskonzepte und die Gesamtstadt sein wird“, sagte Oberbürgermeister Jörg Aumann.

Möglich wird das im Dezernat von Thomas Hans durchgeführte Projekt zur Aufstellung von Stadtteilentwicklungskonzepten durch eine gemeinschaftliche Förderung des Ministeriums für Umwelt- und Verbraucherschutz und des Ministeriums für Inneres, Bauen und Sport.

„Die Arbeit an individuellen Konzepten für die Zukunft unserer Stadtteile basiert auf einem intensiven Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Nun liegen erste Konzepte vor. Sie werden derzeit in der Entwurfsfassung aus erster Hand den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort vorgestellt und erläutert. Dabei ist viel Raum für Fragen vorgesehen und eine ausführliche Diskussion der Ergebnisse ausdrücklich erwünscht. Auch in Zukunft ist das Engagement der Bürgerinnen und Bürger unverzichtbar – es geht nur gemeinsam“, sagte Beigeordneter Thomas Hans.
  
Die Kernfragen, die die Stadtteilentwicklungskonzepte für Neunkirchen beantworten sollen, sind für alle Stadtteile gleich: Vor welchen Herausforderungen stehen die Neunkircher Stadtteile und welche Erfolgsfaktoren können entgegengehalten werden? Was sind übergeordnete Schwierigkeiten, die wir im Auge behalten sollten? Und was betrifft den Stadtteil individuell? Wie steht der einzelne Stadtteil da und welche Funktionen hat er im Gesamtgefüge? Was kann jeder einzelne vor Ort tun?

Die Workshops in Eschweilerhof, Furpach, Hangard, Heinitz, Münchwies, Sinnerthal und Wiebelskirchen sind bereits abgeschlossen. Fast überall ging es um die Gemeinschaft vor Ort, die viel bewegen und zum Wohlfühlen im eigenen Stadtteil beitragen kann. Die Anforderung an die Stadtverwaltung ist, die Rahmenbedingungen dort, wo sie noch nicht gegeben sind, mit den Bürgerinnen und Bürgern im Stadtteil zu schaffen. Wie das genau aussieht, da unterscheiden sich die Anforderungen - die Bedarfe in den Stadtteilen sind so unterschiedlich, wie die Stadtteile selbst. Die Diskussionen vor Ort waren in den Workshops erfreulich lebhaft. Überall wurde die Erwartung deutlich, dass es zügig weitergeht und zu konkreten Umsetzungen kommt. „Die Haltung ist verständlich. Auch wenn es eben gerade nicht um kurzfristige Maßnahmen geht, sondern um die Betrachtung des Ist-Standes und eine langfristige Weichenstellung“, sagte Prof. Gabi Troeger-Weiß.

Eins wurde allerdings auch in allen Workshops deutlich klar: In der Stadtteilentwicklung kann mit kleinen Maßnahmen viel erreicht werden. Und die Bürgerinnen und Bürger können hier selbst viel bewegen.

Kategorie: Leben in Neunkirchen

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