OB Aumann: Zahlreiche Investitionsprojekte in Neunkirchen
In seiner Rede benannte Oberbürgermeister Jörg Aumann große Investitionsprojekte in Neunkirchen, die teils bereits getätigt wurden, teils noch in der Zukunft liegen. „Investitionen für die Krankenhauslandschaft, die Ansiedlung von DB Schenker, die Seiji-Kimoto-Schule, die neue Grundschule Fernstraße, die neue Sparkasse, Gelder aus der Armutsbekämpfung und dem Infrastrukturfonds: Die Liste ließe sich verlängern. Wenn man die privaten und öffentlichen Investitionen zusammenzählt, erkennt man, dass über eine Viertelmilliarde Euro in die Stadt geflossen sind bzw. noch fließen werden“, sagte Oberbürgermeister Aumann.
Im Rückblick auf das vergangene Jahr, nahm Oberbürgermeister Aumann unter anderem Bezug auf das das neue Wasserstoffprojekt von Purem by Eberspächer, die Ansiedlung von DB Schenker und die Eröffnung der Bruch Brauerei. Zudem betonte er in seiner Rede die laufenden und geplanten Bauprojekte in der Innenstadt und den Stadtteilen. Er erinnerte auch an die Eröffnung der Kita Parkfalken und des Stadtarchivs. Beim Rückblick auf das vergangene Jahr sparte er auch das Thema NVG nicht aus.
OB Aumann: Krankenhausplanung wird uns 2026 begleiten
Das Gesundheitsministerium und die beiden Krankenhausträger Kreuznacher Diakonie und Marienhaus diskutieren einen möglichen Umzug der Geburtshilfe und Pädiatrie aus Neunkirchen nach Sankt Wendel. „Dies wäre ohne Frage eine bittere Pille für unsere Stadt. Andererseits – und dies droht in der aktuellen Debatte unterzugehen: Die geplanten Reformen sichern den Gesundheitsstandort und die breite Versorgung der Bevölkerung in nahezu allen medizinisch-klinischen Feldern nachhaltig und langfristig“, sagte Oberbürgermeister Aumann.
„Wir erwarten auch in Zukunft eine angemessene Gesundheitsversorgung für alle Altersklassen und Fälle in Landkreis und Kreisstadt. Der von Minister Jung angekündigte dreistellige Millionenbetrag stimmt mich optimistisch. Dass eine so hohe Summe in die Modernisierung und Absicherung unserer Standorte fließen soll, ist – unabhängig von der konkreten Ausgestaltung – eine unglaublich positive Nachricht. Vergleichbares hat es noch nie gegeben. Ich danke dem Gesundheitsminister dafür ausdrücklich. Wie genau das ganze ausgestaltet wird, wird sicher auch die politische Diskussion im Jahr 2026 prägen. Und diese Diskussion muss fair, offen und ehrlich geführt werden“, sagte Oberbürgermeister Aumann.
24 Millionen aus Infrastrukturfinanzierungsgesetz für Neunkirchen
Über das Länder-und-Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz stehen den Ländern 100 Milliarden Euro zur Verfügung, um in verschiedenste Bereiche der Infrastruktur zu investieren.
„Ich bin dankbar für die 24 Millionen, die unterm Strich nach Neunkirchen fließen werden. Es ist der richtige Schritt, dass wir in Deutschland den Sanierungsstau angehen und im großen Stil in unsere Infrastruktur investieren. Insofern sind Investitionen genau das richtige Stichwort, wenn wir auf 2026 und die Zukunft unserer Stadt blicken“, sagte Oberbürgermeister Aumann.
Quartiersbezogene Armutsbekämpfung mit ganzheitlichem Ansatz
Über das Projekt „Zukunftsquartier“ stellt die Landesregierung Gelder für die quartiersbezogene Armutsbekämpfung bereit. Die Gelder sollen unter anderem verwendet werden, um sogenannte Schrottimmobilien aufzukaufen und zu sanieren oder abzureißen. „Besonders begrüßen möchte ich in diesem Zusammenhang die Ankündigung unserer Ministerpräsidentin gegen Sozialbetrug und unrechtsmäßige Immobiliennutzung vorzugehen. Gut, dass das angegangen wird“, sagte Oberbürgermeister Jörg Aumann.
„Mit der quartiersbezogenen Armutsbekämpfung verteilt die Landesregierung keine Pflaster, sondern packt das Problem Armut mit einem ganzheitlichen Ansatz an. Dabei betonen sowohl die Ministerpräsidentin als auch Sozialminister Jung den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ich drücke es mit meinen eigenen Worten aus: Bekämpft werden nicht Arme, sondern Armut. Und das strukturell, ganzheitlich und partizipativ“, sagte Oberbürgermeister Jörg Aumann. Insgesamt gibt es für Neunkirchen über 80 Maßnahmenvorschläge des Landes, des Landkreises und der Kreisstadt.
Aufruf an Bürgerinnen und Bürger: Zeit, Kraft und Ideen investieren
Die enorme Summe von 250 Millionen Euro zeige, dass zahlreiche Institutionen und Menschen auf die Zukunft Neunkirchens setzen. „Wir Neunkircherinnen und Neunkircher müssen die Chance beim Schopfe packen und ebenfalls in die Zukunft unserer Stadt investieren. Dabei geht es mir nicht um Geld, sondern auch um die Investition von Zeit, Kraft und Ideen“, sagte Oberbürgermeister Aumann.
Er rief alle Neunkircherinnen und Neunkircher dazu auf, sich einzubringen und das soziale Leben der Stadt am Laufen zu halten. „Eine tolle Gelegenheit Zeit, Kraft und Ideen zu investieren, ist das Projekt ‚Zukunftsbilder‘ der Kreisstadt Neunkirchen in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein. Ich danke dem Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie, das das Projekt im Rahmen ‚Der Handel im Saarland – Zukunftskonzept 2030‘ fördert“, sagte Oberbürgermeister Aumann. Das Projekt widmet sich unter anderem den Fragen, was die Neunkircher Identität ausmacht und wie sich Neunkirchen entwickeln soll.
Jubiläen von Städtepartnerschaft, Zoo und GSG
2026 stehen in Neunkirchen drei ganz besondere Jubiläen an: Zoo und Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft (GSG) werden jeweils 100 Jahre alt. Die Städtepartnerschaft mit der Stadt Lübben feiert ihr vierzigjähriges Jubiläum. „Unsere Partnerstadt plant eine Publikation und eine Ausstellung. Wir planen für den 21. November eine Festveranstaltung und wollen die Ausstellung dann auch in Neunkirchen zeigen“, sagte Oberbürgermeister Aumann.
Die GSG ist am 18. März 1926 gegründet worden. Seitdem stehe die gemeinsame Gesellschaft von Kreisstadt und Sparkasse „für bezahlbares und soziales Wohnen.“ Man brauche sie gerade in der heutigen herausfordernden Zeit, „dringender denn je“.
Auch der Zoo feiert 2026 sein 100-jähriges Bestehen. „Wir dürfen uns auf zahlreiche, tolle Aktionen freuen. Zudem steht bald eine Veränderung an: Dr. Norbert Fritsch wird in Rente gehen. Lieber Norbert, ich danke Dir für alles, was Du für den Zoo bewirkt hast und Dein jahrelanges Engagement. Der Weihnachtsmarkt im Zoo, den Kreisstadt und Zoo gemeinsam veranstalten, war Deine Idee. Beim letzten Markt vor Weihnachten konnten wir einen neuen Besucherrekord aufstellen: 20.000 Menschen sind gekommen“, sagte Oberbürgermeister Aumann.
Kooperation beim Thema Sicherheit vertiefen
Auch beim Thema Sicherheit zeichnen sich 2026 Neuerungen ab. Nachdem die Landesregierung im vergangenen Jahr Teile der Neunkircher Innenstadt zur Waffenverbotszone erklärt hat, habe die Stadt die Gespräche mit dem Innenministerium und dem Landkreis fortgesetzt. „Wir arbeiten daran, die Kooperation zwischen Vollzugspolizei, Kreispolizeibehörde und Ortspolizeibehörde weiter zu vertiefen. Ein Gedanke hierbei ist es derzeit, die drei Sicherheitsbehörden auch räumlich näher zusammenzubringen. Sobald es spruchreife Ergebnisse gibt, informieren wir“, sagte Oberbürgermeister Aumann.








