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Günter Rohrbach Filmpreis

"WILD" gewinnt den Günter Rohrbach Filmpreis 2016

Die Gewinner 2016

Herzlichen Glückwunsch an Nicolette Krebitz und Bettina Brokemper.

Außerdem wurde Lilith Stangenberg für ihre Hauptrolle in "Wild" als beste Darstellerin ausgezeichnet und Sebastian Koch erhielt den Preis als bester Darsteller für seine Rolle als Arzt im Euthanasie-Drama "Nebel im August".

Der Preis des Saarländischen Rundfunks ging an die Jungschauspieler Lena Urzendowsky ("Das weiße Kaninchen" und Ivo Pietzcker ("Nebel im August"). "24 Wochen" erhielt den Preis der Saarland Medien GmbH und Adolf Winkelmann (Regie "Junges Licht") durfte sich über den Preis des Oberbürgermeisters freuen.

Herzlichen Glückwunsch allen Preisträgern des sechsten Günter Rohrbach Filmpreises, der am Freitag, 4. November in der Neuen Gebläsehalle in Neunkirchen verliehen wurde.


5 aus 8 aus 70

Finalistenfilme des sechsten Günter Rohrbach Filmpreises

Am 4. November
wird der sechste Günter Rohrbach Filmpreis in Neunkirchen verliehen. Die Jury um den Vorsitzenden Burghart Klaußner hat aus 70 Einreichungen die besten fünf Filme ausgewählt, die um den renommierten Filmpreis konkurrieren. Die Entscheidung der Jury wurde von Oberbürgermeister Jürgen Fried im Rahmen einer Pressekonferenz im Neunkircher Rathaus bekannt gegeben.

Die Filme "24 Wochen" von Anne Zohra Berrached, "Das weiße Kaninchen" von Florian Schwarz, "Junges Licht" von Adolf Winkelmann, "Nebel im August" von Kai Wessel und "Wild" von Nicolette Krebitz stehen im Finale der mit 10.000 Euro dotierten Auszeichnung. Neben dem Preis für den besten Film werden zusätzlich vier weitere Preise vergeben: der Preis für den besten Darsteller in Höhe von 5.000 Euro und drei Sonderpreise in Höhe von 2.500 Euro, 3.500 Euro und 5.000 Euro.

Finalistenwoche und Preisverleihung:

Die fünf Finalistenfilme werden in der traditionellen Finalistenwoche vom 30. Oktober bis 3. November 2016 jeweils um 18.00 Uhr, Donnerstag zusätzlich um 20 Uhr im Cinetower in Neunkirchen gezeigt. Tickets können unter www.cinemas-nk.de oder unter 06821 / 923410 für 5,50 Euro bestellt werden. Ein Sammelticket für alle fünf Finalisten kostet 25 Euro.

Den Auftakt der Finalistenwoche macht am 30. Oktober der "Saarländische Filmemacher Abend", bei dem die Kurzfilme "Lottaleicht" von Stella Denis und "Reise nach Nirgendwo" von Thomas Scherer gezeigt werden (Eintritt 5,50 Euro).

Filminteressierte haben die Möglichkeit, an der Verleihung des Günter Rohrbach Filmpreises am Freitag, 4. November, um 20 Uhr in der Neuen Gebläsehalle teilzunehmen. Eintrittskarten gibt es für 30 Euro (inkl. Umtrunk und Imbiss) ab sofort an allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter www.ticket-regional.de oder über die Ticket-Hotline 0651 / 97 90 777.

Die Finalisten im Überblick:

"24 Wochen"
Die Bühne, das Scheinwerferlicht - Astrid lebt und liebt ihren Beruf als Kabarettistin mit Hingabe, während ihr Mann und Manager Markus sie gelassen und gekonnt unterstützt. Doch als die beiden ihr zweites Kind erwarten, wird ihr sonst so durchgetaktetes Leben unerwartet aus der Bahn geworfen: Bei einer Routineuntersuchung erfahren sie, dass ihr Kind schwer krank ist. Im Staffellauf zwischen Diagnosen und Ratschlägen stößt ihre Beziehung an ihre Grenzen. Mitten in einem Gewissenskonflikt stehen sie vor einer Entscheidung über Leben und Tod.
Unter anderem mit Julia Jentsch, Bjarne Mädel, Johanna Gastdorf, Emilia Pieske und Maria Dragus.

"Das weiße Kaninchen"
Eigentlich dachte die 13-jährige Sara, sie habe sich im Internet mit dem 16-jährigen Benny angefreundet. Doch hinter "Benny" verbirgt sich Simon Keller  - Mitte 40, Familienvater. Als Lehrer engagiert er sich vor allem für Medienerziehung. Sara und Benny bzw. Simon freunden sich schnell an. Als sich Sara online in den 17-jährigen Kevin verliebt und ihm ein Nacktfoto von sich schickt, wird sie damit von Kevin erpresst. Simon bietet der verzweifelten Sara seine Hilfe an, auch das LKA Stuttgart ist Kevin und seinen Machenschaften auf der Spur. Doch sowohl Kevin als auch die Justiz haben es schwer, die sich anbahnende Katastrophe aufzuhalten.
Unter anderem mit Devid Striesow, Lena Urzendowsky, Louis Hofmann und Shenja Lacher.

"Junges Licht"
Ein Sommer im Ruhrgebiet der 60er Jahre: Der Fortschritt der Republik wird hier produziert, mit Kohle und Stahl als Bausteine des Wirtschaftswunders. Man raucht, isst Currywurst, kauft im Tante-Emma-Laden und sieht auf dem Weg zur Arbeit viele Gastarbeiter. Der zwölfjährige Julian will in dieser Welt nicht wie seine Altersgenossen Bier trinken und obszöne Sachen machen, er ist anders. Er kümmert sich um seine kleine Schwester, schmiert die Brote für den unter Tage schuftenden Vater Walter und hilft sonntags in der Kirche. Julian ist ein aufmerksamer Beobachter, weswegen ihm auch die frühreife Nachbarstochter Marusha nicht entgehen kann. Von ihr ist er fasziniert - aber natürlich nicht der einzige Verehrer. An einem besonders heißen Tag entlädt sich die erotische Spannung und das Leben von Julian und seiner Familie ist danach nicht mehr dasselbe. Der Junge läuft von zuhause weg, um sich einem Pfarrer anzuvertrauen...  
Unter anderem mit Charly Hübner, Peter Lohmeyer, Stephan Kampwirth, Oscar Brose, Lina Beckmann, Nina Petri und Caroline Peters.

"Nebel im August"
Im Nazi-Deutschland ist "Euthanasie" bittere Realität - wer nicht der nationalsozialistischen Rassenideologie entspricht, wird in Heimen weggesperrt, in denen systematische Tötung an der Tagesordnung ist. So soll es auch dem 13 Jahre alten Ernst Lossa ergehen, einem Kind fahrender Händler. Der aufgeweckte und rebellische Junge hat einige Zeit in verschiedenen Heimen verbracht, wo er schließlich als nicht erziehbar eingestuft wurde. Daraufhin landet er in einer von Dr. Walter Veithausen geleiteten Nervenheilanstalt, in der ihm schon wenig später klar wird, dass dort Menschen getötet werden. Als auch ihm dasselbe Schicksal wie vielen anderen Kindern droht, versucht er auszubüxen. Gemeinsam mit seiner ersten großen Liebe Nandl plant er die Flucht...
Unter anderem mit  Ivo Pietzcker, Sebastian Koch, Jule Hermann, Fritzi Haberlandt und Thomas Schubert.

"Wild"
Ania ist eine zurückgezogene, schüchterne junge Frau, die alleine in einem engen Apartment lebt und in einer Technikfirma unter ihrem eher unangenehmen Chef Boris arbeitet, ohne viel Aufmerksamkeit zu erregen. In ihrer Freizeit treibt Ania ein Kunstprojekt voran und trainiert auf einem Schießstand. Eine Begegnung mit einem Wolf, den sie trifft, während sie nach Hause geht, verändert Anias Leben auf ungeahnte Weise. In ihr erwacht eine große Leidenschaft, die sie im alltäglichen Arbeitstrott gar nicht mehr für möglich hielt. Ania beginnt, den Wolf zu jagen - und ihr gelingt es schließlich, das wilde Tier mit in die Wohnung zu nehmen. Mehr und mehr entdeckt sie ihre eigene animalische Seite: Die Lust auf Sex wächst, das Interesse an sozialen Normen sinkt. Auf andere wirkt Ania nun mal anziehend und mal abstoßend...
Unter anderem mit Lilith Stangenberg, Georg Friedrich und Silke Bodenbender.

Die Auswahl:
70 Filme haben sich  beworben. Die Jury um den Vorsitzenden Burghart Klaußner hat in München getagt und  aus den von der Vorjury ausgewählten acht Filmen die fünf Finalisten festgelegt.

Neben dem prominenten Schauspieler Burghart Klaußner hat auch die bekannte Casterin Franziska Aigner die Jury unterstützt und die diesjährigen Gewinner bestimmt. Außerdem haben Uli Aselmann von die film gmbh, Andrea Etspüler vom Saarländischen Rundfunk, Thomas Reinhardt von der Saarbrücker Zeitung und Oberbürgermeister Jürgen Fried die acht Beiträge gesichtet.


"Der Staat gegen Fritz Bauer" erhält Günter Rohrbach Filmpreis 2015

Glückliche Gewinner auf der Bühne der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen

Bester Film, bester Darsteller und beste Musik - das Drama ist der Abräumer des Abends

Neunkirchen/München, 6. November 2015 - Tolle Stimmung und ein beeindruckendes Film-Finale: In der saarländischen Kreisstadt Neunkirchen wurde heute im Rahmen einer feierlichen Gala zum fünften Mal der "Günter Rohrbach Filmpreis" verliehen. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung ging an "Der Staat gegen Fritz Bauer". Mit insgesamt drei Preisen war das Drama der Abräumer des Abends. Bundesjustizminister Heiko Maas hielt die Laudatio auf den Filmpreis. Produzent Thomas Kufus und Regisseur Lars Kraume nahmen den Preis freudig entgegen.


Laudator Bundesjustizminister Heiko Maas

Im Film kämpft der Generalstaatsanwalt Fritz Bauer 1958 unermüdlich dafür, die Täter der NS-Zeit - allen voran Adolf Eichmann -  vor Gericht zu bringen. Doch es formiert sich Widerstand bis in die höchsten Kreise. Der zweifache Grimme-Preisträger Kraume zeichnet das kraftvolle und fesselnde Portrait eines mutigen Mannes und dessen Kampf gegen die scheinbar unzerstörbare Mauer des Schweigens in den eigenen Reihen und in der Gesellschaft in der jungen Bundesrepublik. "Spät, aber nicht zu spät hat die deutsche Öffentlichkeit in Fritz Bauer einen Helden ihrer damals noch jungen Existenz wiederentdeckt. Wenn unser Film dazu beitragen konnte, sind wir überglücklich", freut sich der Produzent Thomas Kufus. "Dass wir heute für den Film den Günter Rohrbach Preis erhalten haben, ist eine wirklich besondere und berührende Ehrung. Denn Günter Rohrbach hat durch sein Wirken als Produzent das filmische Potential und Erbe dieses Landes geprägt."


Für Günter Rohrbach, einen der bedeutendsten deutschen Kino- und Fernsehproduzenten, wird ein nach ihm benannter Filmpreis ins Leben gerufen: Rohrbachs Heimatstadt, das saarländische Neunkirchen, lobt erstmals den Günter-Rohrbach-Filmpreis aus.

Der Preis in Höhe von 10.000 Euro soll an deutschsprachige Filme in Spielfilmlänge verliehen werden, die sich mit der Thematik "Arbeitswelt und Gesellschaft" beschäftigen.


Damit steht der langjährige Präsident der Deutschen Filmakademie und Geschäftsführer der Bavaria Atelier GmbH Günter Rohrbach für einen Filmpreis, den es in dieser Form bundesweit noch nicht gibt und der zugleich eine Verbindung zu Rohrbachs Geburtsstadt Neunkirchen als ehemaliger Hüttenstadt schafft."