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Einzelhandelsgutachten

Neunkirchen ist das Einkaufszentrum der Region mit Entwicklungspotential

Das geht aus dem Einzelhandelsgutachten für die Kreisstadt Neunkirchen hervor, welches die Stadtverwaltung in dieser Form erstmals bei der Firma "isoplan:marktforschung" in Auftrag gegeben hat.

 

Die Ergebnisse im Detail:


Handelsumsatz und Kaufkraftbindung

Im Jahr 2011 lag der gesamte Einzelhandelsumsatz in Neunkirchen, der so genannte POS-Umsatz, bei 367 Millionen Euro (Anteil Saarparkcenter: 24 %, Anteil restliche Innenstadt: 15 %) bei einer gesamten Verkaufsfläche von rund 133.000 (Anteil Saarparkcenter 20 %, Anteil restliche Innenstadt: 13 %, Anteil Wellesweiler: 10 %).

Für 2011 sind für die Kaufkraftbindung (Verhältnis Umsatz zu Kaufkraft) 153 % und die für die Einzelhandelszentralität 165 % ermittelt worden.

Mit genau 153, 4 % liegt die Kaufkraftbindung des Neunkircher Einzelhandels 10, 8 Prozentpunkte über dem Mittel aller Mittelzentren im Saarland.


Vier Einzelhandelsbereiche

Durch die Befragung haben sich vier Einzelhandelsbereiche ergeben. So enthält der Kern Neunkirchen, Bexbach, Schiffweiler, Merchweiler, Spiesen-Elversberg, Friedrichsthal, Quierschied, Illingen. Die Befragten in diesem Kern gaben an, über 35 % ihrer jährlichen Einkaufskontakte in Neunkirchen zu haben.

 

Es folgt der Einzugsbereich 1 mit 20 bis 35 % der  Einkaufskontakte mit den Gemeinden Sulzbach, Eppelborn und Ottweiler.

 

In den Einzugsbereich 2 (10 bis 20 %) fallen Heusweiler, St. Ingbert, Kirkel, Homburg, Zweibrücken sowie Gemeinden im Landkreis St.Wendel und in der Westpfalz.

 

Schlusslicht bildet der Einzugsbereich 3 (unter 10%) unter anderem mit Saarbrücken, Bliesgau, St. Wendel und anderen Bereichen.


Saarparkcenter und Neunkircher City

Zwei Punkte sind bei der Befragung hervorzuheben. Das Saarparkcenter hat den höchsten Bekanntheitsgrad aller Einkaufszentren in der Befragungsregion. Die City von Neunkirchen hat nach der Innenstadt von Saarbrücken den zweithöchsten Bekanntheitsgrad als Einkaufsort.

So geben zum Beispiel 15 Prozent aller Befragten das Saarparkcenter als ihre Haupteinkaufsstätte an, jedoch nur 2% die Europagalerie Saarbrücken.

Das Gutachten ermittelt mittels der Befragung einen Rückgang der Besuchshäufigkeit in Neunkirchen durch die Europagalerie von 7 %, durch die geplante ECE-Galerie in Homburg von 10 % und durch die geplante ECE-Galerie in Kaiserslautern von 6 %.

Dieser Rückgang bezieht sich auf die Besuchshäufigkeit. Im Bezug auf den Umsatz geht das Isoplan-Institut  von einem geringeren Rückgang aus.


Standortfaktoren

Die Befragten gaben zudem eine Bewertung einzelner Standortfaktoren ab.

Danach liegt Neunkirchen im Vergleich zu anderen Gemeinden beim Parkplatzangebot, dem Preis-Leistungs-Verhältnis und der Fachberatung in der City auf dem ersten Platz, bei der Verkehrsanbindung auf dem zweiten.

Mit die schwächsten Bewertungen hat Neunkirchen den Bereichen Stadtbild, Sauberkeit und subjektiver Sicherheit. Hier ist,  ähnlich wie beim Bekanntheitsgrad einiger zentraler Aktionen in der City, eine deutliche Verbesserung angestrebt.


OB Jürgen Fried: " Eine Kette ist immer nur so stark, wie ihr schwächstes Glied. Deshalb wollen wir und werden wir in diesen Bereichen noch stärker werden. Dies ist eine Daueraufgabe, die alle Beteiligten fordert, von der Verwaltung bis zu den Einzelhändlern und den Bürgerinnen und Bürgern".


Einzelhandelskonzept

Diese Feststellung wird auch in das kommunale Einzelhandels-Konzept fließen, welches die Kreisstadt Neunkirchen nun erstellen wird. Grundlage für das Konzept wird das Einzelhandelsgutachten bilden.

 

Mit dem Konzept werden die Verantwortlichen unter anderem  Erweiterungspotentiale des Einzelhandels in Neunkirchen ermitteln. Das Konzept wird außerdem die Planungsgrundlage für eine gesunde Einzelhandelsentwicklung der Kreisstadt sein.

Dazu sollen durch konkrete Maßnahmen zentrale Versorgungsbereiche abgrenzt, die  Nahversorgung gesichert, die Verteilung des  Einzelhandels geplant und Zonen unterschiedlicher Einzelhandelsnutzung festgelegt werden.

 

Außerdem wird die Stadt das Gutachten in der Bauleitplanung zur Abwehr unerwünschter Ansiedlungen nutzen und für eventuelle Stellungnahmen zu Vorhaben anderer Städte.

 

Zum Download des Einzelhandelsgutachten


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