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Niemals geht man so ganz

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
die Zeit naht, da ich mich aus dem Amt des Oberbürgermeisters der Kreisstadt Neunkirchen verabschiede. Ich tue dies, wie man so schön sagt, mit einem lachenden und einem weinenden Auge.


Ich freue mich darauf, endlich mal mehr über meine Zeit verfügen zu können und nicht mehr von einem Termin zum nächsten hetzen zu müssen. Trotzdem wird es mir zugegebenermaßen schwerfallen, aus dem verantwortungsvollen Amt zu scheiden, denn ich bin stolz darauf, was wir, Rat und Verwaltung, zum Wohle der Stadt erreichen konnten.  Wobei es noch viele weitere Ideen gegeben hat, aber nicht alle realisiert werden konnten.  Aber eine Stadt ist ja immer in Entwicklung. So wurden in meiner Amtszeit viele Bauprojekte umgesetzt. Die Gebläsehalle, die Bliesterrassen, der Stummplatz, Plätze in Wiebelskirchen, Münchwies, Wellesweiler oder Furpach wurden neu angelegt, Kindertageseinrichtungen und Schulen neu bzw. umgebaut und saniert, das Robinsondorf umgestaltet – um nur einige ganz große Maßnahmen zu nennen. Die Wirtschaft konnte vorangetrieben werden durch Ansiedlungen wie z.B. der ASW Berufsakademie, Decathlon, Holiday Inn Express, Nanogate, Hellmann, Festo, Terrag oder Globus. Im Sportbereich sind der Neubau des Wiebelskircher Freibades und weitere hohe Investitionen in Turnhallen, Bäder und Sportplätze zu nennen. Viel Geld wurde auch in die Unterhaltung der Straßen, der Beleuchtung und der Entwässerung investiert. Neunkirchen hat sich insbesondere auch als die Soziale Stadt, die ich als Sozialdezernent in den 2000er Jahren mitgeprägt habe, weiterentwickelt.


Und last but not least gebe ich gerne zu, dass insbesondere der Bereich Kultur unter meiner Ägide einen besonderen Stellenwert eingenommen hat. Die Neue Gebläsehalle hat sich zur best gebuchten Veranstaltungshalle in der Region entwickelt. Nicht nur die vielen Konzerte, Theater und sonstigen Kulturveranstaltungen, sondern auch die einzigartigen eigenen Produktionen des Musical Projektes Neunkirchen sowie herausragende private Produktionen haben unserer Stadt zu einem sehr guten Ruf in Sachen Kultur verholfen. Auch die Schaffung des Günter Rohrbach Filmpreises war mir eine Herzensangelegenheit, die unserer Stadt bundesweit besonderes Renommee einbrachte. Übrigens werde ich als Vorsitzender der Günter Rohrbach Filmpreis Stiftung weiter verantwortlich sein. Das Kutscherhaus und die neuen Impulse, die von hier ausgehen, wie jüngst die Fassadenkunst von Henrik Beikirch finden große Beachtung.


„Kultur durch Wandel – Wandel durch Kultur“, dieses Konzept für die Stadt im Strukturwandel geht auf und trägt erste Früchte. Ich bin sicher, damit eine gute Basis zu hinterlassen, die mein Nachfolger im Amt Jörg Aumann mit eigenen Ideen und neuen Konzepten weiterentwickeln wird, und das ist gut so.


Es war mir eine Ehre meiner Heimatstadt als Oberbürgermeister dienen zu dürfen. Ich verabschiede mich mit dem guten Gewissen, mich immer zum Wohle Neunkirchens eingesetzt zu haben und freue mich darauf, die Zukunft unserer Stadt nun in bewährte Hände legen zu können.

Dazu ein herzliches Glück auf!

Ihr Oberbürgermeister Jürgen Fried


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OB Jürgen Fried | Foto: Alex Wolfanger