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Kaiservisite in Neunkirchen

Vor 125 Jahren war Kaiser Wilhelm II. zu Besuch

Die Route des Kaisers (Ausschnitt) | Quelle: Stadtarchiv Neunkirchen, Depositum Saarstahl, unverzeichnet | Foto: Mohr

Am 25. April 1892 machte Kaiser Wilhelm II. der Hüttengemeinde Neunkirchen seine Aufwartung. Zu dem rein privaten Besuch hatte Karl Ferdinand von Stumm-Halberg das Staatsoberhaupt eingeladen.

Der Kaiser war am Abend des 24. April 1892 zunächst auf Schloss Halberg eingetroffen, wo gemeinsam mit dem Oberpräsidenten der Rheinprovinz und dem kommandierenden General des achten Armeekorps ein Diner eingenommen wurde und der Kaiser von Stumm-Halberg mit dem Roten Adlerorden 2. Klasse auszeichnete.

Am darauffolgenden Morgen reisten der Monarch und der Hüttenbesitzer gemeinsam nach Neunkirchen, wo sie gegen 9 Uhr unter Böllerschüssen und Glockengeläut eintrafen. Durch festlich geschmückte und von Menschenmassen gesäumte Straßen unternahmen sie eine kleine Fahrt durch Teile des Ortes. Dabei wurden v.a. die Werksanlagen und Wohlfahrtseinrichtungen des Stummschen Unternehmens besichtigt. Wilhelm II. wohnte anschließliend der Ehrung einiger Arbeitsjubilare bei und verlieh einigen Personen Orden und Ehrenzeichen.

Anschließend begaben sich der Kaiser und seine Entourage zum Stummschen Herrenhaus, wo unter Anwesenheit einiger Honoratioren ein feudales „Frühstück“ eingenommen wurde. Kurz nach 14 Uhr reiste der Kaiser wieder aus der Gemeinde an der Blies ab, um sich über Schlitz nach Schwerin zu begeben, wo er der Begräbnisfeier seiner Großtante beiwohnen sollte.

Eine ausführliche Darstellung des Kaiserbesuchs finden Sie demnächst auf der Internetseite der Stadt Neunkirchen. In loser Folge stellt das Stadtarchiv hier Interessantes aus seinem Bestand vor.

Kategorie: Stadtgeschichte

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