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Das Alter als Chance sehen

Auftaktveranstaltung der Symposiumsreihe "imPuls Neunkirchen"

v. l. Prof. Axel Buchholz, Dr. Henning Scherf, Barbara Wackernagel-Jacobs

Die Alten nicht abschieben, sondern deren Potential nutzen und voll in die Gesellschaft integrieren, das ist die Mission von Dr. Henning Scherf, der am vergangenen Donnerstag in die Neunkircher Gebläsehalle gekommen war, um über Altersbilder im Wandel zu sprechen.

Die Pilotveranstaltung der neuen Symposiumsreihe imPuls Neunkirchen, einer Initiative des neu gegründeten Kreativzentrums Kutscherhaus, wo kreative Köpfe in Neunkirchen sozial-integrative Kulturprojekte auf den Weg bringen, war ein voller Erfolg.

Nach der Begrüßung durch OB Jürgen Fried und Integrationsmanagerin Edda Petri, die das Symposium organisiert hatte, führte der ehemalige Bremer Bürgermeister Henning Scherf mit erfrischenden Statements ins Thema ein. Scherf beschäftigt sich intensiv mit alternativen Wohnformen und den Bedürfnissen älterer Menschen und hat darüber schon etliche Bücher geschrieben. „Die Alten sind eine Chance für die Gesellschaft! Mit jungen Menschen zusammen alt werden. Kinder sind besser als Therapie. Wer keine Aufgabe hat, der gibt sich auf“ - mit solchen Forderungen will Scherf Mut machen, sich im Alter aktiv in die Gesellschaft einzubringen.

In der anschließenden Diskussion stellten sich neben Scherf und OB Fried die saarländische Sozialministerin a.D. Barbara Wackernagel-Jacobs und Universitätspräsident a.D. Volker Linneweber den Fragen von Prof. Axel Buchholz.

Alle Diskussionsteilnehmer waren der Meinung, dass das Alter auch viele Chancen mit sich bringe. Gerade auch in Bezug auf Berufstätigkeit im Alter sei ein Umdenken in der Gesellschaft dringend erforderlich. Jeder solle selbst entscheiden dürfen, wann für ihn der passende Zeitpunkt gekommen ist, um aus dem Job zu scheiden.

Der „Heartchor Saar“, ein Chor Ü60, unter Leitung von Rouven Wildegger-Bitz, unterhielt das Publikum bestens. Interessant auch die Fotoreihe „Altersbilder im Wandel“ von Kutscherhausmieterin Alexa Kirsch, bei der Neunkircher Frauen im Vergleich mit ihren Müttern im selben Alter dargestellt werden. Auch die Ausstellung „Was heißt schon alt?“ des Bundesfamilienministeriums will das Thema „Alter“ positiv betrachten.

Gefördert wird das Kutscherhaus und seine Veranstaltungen mit Mitteln von Bundes- und Landesministerien.

Kategorie: Kutscherhaus

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