Ziel ist es, Polizei, Ordnungsbehörden und weitere sicherheitsrelevante Akteure organisatorisch und räumlich enger zusammenzu-führen. Nach dem positiven Kreis- und Stadtratsbeschluss wurden nun mit dem „Letter of Intent“ die politischen Grundlagen für die weitere Projektentwicklung geschaffen. Die Prüfung geeigneter räumlicher Möglichkeiten sowie organisatorische und vertragliche Details erfolgen in den kommenden Schritten.
In dem geplanten Sicherheitszentrum sollen konkret unter anderem die Polizeiinspektion Neunkirchen, das Ordnungsamt der Kreisstadt, Teile der Kreisverwaltung (insbesondere die Kreispolizeibehörde) sowie perspektivisch auch das Haus des Jugendrechts mit der Jugendgerichtshilfe unter einem Dach untergebracht sein.
Die räumliche Nähe sorgt für eine Verkürzung der Informationswege, eine schnellere Abstimmung bei Einsatzlagen und eine effizientere Umsetzung gemeinsamer Maßnahmen. Zudem werden damit präventive Maßnahmen und die Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe und weiteren Partnern ausgebaut sowie bestehende Netzwerke aus Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft gestärkt. Darüber hinaus erhöht sich die Präsenz der Polizei und der Ordnungsbehörden in der Innenstadt.
Staatssekretär Torsten Lang: „Sicherheit ist ein Grundbedürfnis der Menschen. Land, Landkreis und Kreisstadt wollen gemeinsam die Sicherheitsarchitektur in Neunkirchen stärken. Deshalb setzen wir auf mehr Präsenz, mehr Zusammenarbeit und eine moderne Sicherheitsstruktur mit kurzen Wegen und abgestimmtem Handeln.“
Man habe bereits in der Vergangenheit diverse Maßnahmen ergriffen, um dies zu erreichen, so der Staatssekretär weiter. Dazu gehörten beispielsweise die schon 2017 abgeschlossene Sicherheitspartnerschaft, die gemeinsame Bestreifung der Innenstadt von Polizei und Ortspolizei bzw. kommunalem Ordnungsdienst, die Installation einer besseren Beleuchtung in der Innenstadt, für die das Land Fördermittel bereitgestellt habe, oder auch die erfolgreiche Einrichtung der Waffenverbotszone.
„Wir sind bereits auf einem guten Weg, können die Situation aber noch weiter verbessern. Unsere Absichtserklärung zur Einrichtung eines gemeinsamen Sicherheitszentrums ist dabei der nächste Schritt und gleichzeitig ein wichtiges Signal an die Bürgerinnen und Bürger von Neunkirchen: wir nehmen die Sicherheitsbelange ernst und handeln gemeinsam und entschlossen. Perspektivisch könnte die geplante Sicherheitsallianz in Neunkirchen außerdem als Modell für ähnliche Übereinkommen mit anderen Kommunen dienen.“
Landrat Sören Meng: „Sicherheit ist für die Menschen eines der wichtigsten Themen überhaupt. Deshalb begrüßen wir die Überlegung, Polizei, Ordnungsbehörden und weitere sicherheitsrelevante Einrichtungen an einem gemeinsamen Standort in der Neunkircher Innenstadt zu bündeln. Eine solche Konzentration schafft kurze Wege, stärkt die Zusammenarbeit der Behörden und kann das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger spürbar verbessern. Sicherheit muss sichtbar und präsent sein.“
„Klar ist: Wenn wir Sicherheit und Ordnung stärken und die Zusammenarbeit der Behörden weiter verbessern können, sollten wir diese Chance ernsthaft prüfen“, so Meng weiter.
Oberbürgermeister Jörg Aumann: „Die Unterzeichnung des LoI ist ein Meilenstein für unsere Stadt. Wir legen die Grundlage für ein Sicherheitszentrum und stärkere Polizeipräsenz in der Innenstadt. Das ist ein langjähriger Wunsch des Stadtrates und mir. Mit der räumlichen Zusammenlegung verbessern und erleichtern wir die Zusammenarbeit von Vollzugspolizei, Ortspolizei und Kreispolizei.
Hintergrund
Neunkirchen ist als zweitgrößte Stadt des Saarlandes ein bedeutendes Mittelzentrum mit besonderen sicherheitspolitischen Herausforderungen. Mit der geplanten Sicherheitsallianz soll ein modernes Modell abgestimmter Sicherheitsarbeit entstehen, das sowohl die objektive Sicherheitslage als auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger stärken soll.





