Gerade an warmen oder heißen Tagen bringt ein Spaziergang im Wald eine willkommene Abkühlung. Aufgrund der Trockenheit steigt derzeit allerdings das Brandrisiko. Trotzdem ist ein Waldbesuch auch weiterhin möglich. Dabei sollten sich Waldbesucherinnen und -besucher auf alle Fälle besonnen verhalten.
Dazu zählt es unter anderem, nicht in der Natur zu rauchen, Grill- und Lagerfeuer zu unterlassen sowie Autos nur auf den dafür vorgesehenen Parkplatz im Wald abzustellen, da sich unter den erhitzen Fahrzeugen leicht Flammen selbst entzünden könne. Darüber hinaus dürfen Waldwege nicht blockiert werden, um diese für Feuerwehrfahrzeuge frei zu halten.
„In unseren Breiten gehen Waldbrände fast immer auf den Menschen zurück, natürliche Ursachen sind äußerst selten“, so Thomas Steinmetz, Direktor des SaarForst Landesbetriebes. „Darum müssen wir die Menschen weiterhin sensibilisieren. Denn schon kleine, oft unachtsame Handlungen können weitreichende Folgen haben.“
Entdeckt man beim Waldbesuch einen Brand, sollte man die Feuerwehr direkt über den Notruf 112 anrufen.
Um seinen Standort durchzugeben, sollte man hierbei die Nummer auf den sogenannten Rettungstafeln durchgeben. Diese grünen Schilder finden sich an Waldparkplätzen und Einfahrten zum Wald. Sie besitzen alle eine individuelle Nummer.
Vorsichtsmaßnahmen bei hoher Wald- und Wiesenbrandgefahr (Umweltministerium Saarland)
- Kein offenes Feuer.
- Kein Rauchen im Wald. Autofahrer sollten keine Zigarettenkippen aus dem Fenster werfen.
- Kein Feuerwerk oder Pyrotechnik in der Nähe von Wald und Flurflächen zünden.
- Müll gehört nicht in den Wald.
- Einfahrten zu Waldwegen und auch Schranken dürfen nicht zugeparkt werden. Sie müssen für den Ernstfall zugänglich bleiben.
- Autos nur auf ausgewiesenen Flächen abstellen. Denn bereits aufgeheizte Bauteile eines Fahrzeugs können Gräser und anderen brennbaren Bewuchs unter dem Auto entzünden.
Was tun, wenn man einen Waldbrand entdeckt?
- Den Gefahrenbereich zügig verlassen.
- Notruf absetzen.
- Andere Waldbesucher warnen.
- Mit genügend Abstand zum Brandgeschehen auf Rettungskräfte warten und diese einweisen.
- Wenn der genaue Standort nicht bekannt ist, den nächsten Rettungspunkt zur Orientierung angeben. Solche Rettungspunkte findet man an vielen Zufahrten zu Wald- und Flurgebieten. Am besten mit dem Smartphone fotografieren.
Hintergrund Waldbrand-Gefahrenindex:
Der Waldbrand-Gefahrenindex und der Grasland-Feuerindex werden täglich für jedes Bundesland unter wettergefahren.de aktualisiert.
Die Beurteilung der Waldbrand-Gefahr beruht auf Informationen des Deutschen Wetterdienstes.
Die Waldbrand-Gefahrendarstellung für das Saarland beruht auf meteorologischen Daten, wie die Mittagswerte von Lufttemperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und 24-stündige Niederschlagsmenge. Die Daten werden über den Waldbrand-Gefahrenindex WBI dargestellt und enthalten eine tagesaktuelle Prognose sowie für die kommenden vier Tage. Der deutsche WBI ist an internationale Standards angelehnt und umfasst fünf Gefahrenstufen.
Aktuelle Meldungen - Waldbrand-Gefahr - saarland.de





