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Kunst- und Kulturgeschichte in Neunkirchen

Die Stadt Neunkirchen wurde geprägt vom Industriezeitalter. Gerade in der noch aktiven Zeit der Eisenhütte fand der Kunstbetrieb kaum Möglichkeiten, sich darzustellen.

Das belegt auch die Tatsache, dass 1947 die Ausstellung "Junge Kunst an der Saar" unter Leitung des Neunkircher Künstlers Franz K. Schnei in einem privaten Geschäftshaus stattfinden musste. Über Jahre gab es keine offiziellen Ausstellungsräume. Auch nach Gründung des Künstlerkreises 1955 mussten sich die Bildenden Künstler zunächst mit von der Stadt oder Geschäftsleuten bereitgestellten wechselnden Räumen abfinden.

Erst ab1965 konnte der Künstlerkreis regelmäßig im Foyer, später auch in der Galerie des Ratstraktes des 3 Jahre zuvor fertiggestellten Rathaus-Neubaus ausstellen. 1968-1970 standen mit der "Galerie 7" in der Marktstraße noch zusätzliche Räume zur Verfügung, in der sich die "Gruppe 7" formierte.

Künstler von Bedeutung hingegen hat die Stadt immer hervorgebracht: Otto Weil, Walter Bernstein, Franz Schnei, Franz Mörscher sind bekannte Beispiele für die Bildende Kunst.

Die Musiker hatten es da nicht ganz so schwer. In der Hüttenstadt gab es in den 50er- und 60er-Jahren eine umfangreiche Kneipenlandschaft. Darin hatten auch Tanzlokale wie das Tanzcafé Walther und der ehemalige Ratskeller in der Wellesweilerstraße, genannt "De Buggel", ihren festen Platz. Einer der bekanntesten Jazzpianisten damals war Jonny Kowa.


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