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Kreativzentrum Kutscherhaus

Kreativzentrum Kutscherhaus nimmt Betrieb auf

Erste Mieter und Integrationsmanagerin Edda Petri wurden vorgestellt
 
Die Kreisstadt Neunkirchen ist um ein neues kulturelles Standbein reicher. Mit dem Kreativzentrum Kutscherhaus wurde ein Ort geschaffen, der auf einzigartige Weise niedrigschwellige Kulturangebote für Bürgerinnen und Bürger anbietet, denen bisher der Zugang zu Kultur und Kunst schwer möglich war. Gleichzeitig dient diese einzigartige Einrichtung der saarländischen Kreativwirtschaft.
Neunkirchen wird somit als eine der ersten saarländischen Kommunen durch das Bund-Länder-Programm “Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ gefördert wird. Die Kosten für den 1. Teil des Projekts belaufen sich auf rund 430.000 Euro.

Das Kreativzentrum Kutscherhaus wird ganz im Sinne des erfolgreichen Neunkircher Konzeptes „Kultur als Motor der Stadtentwicklung“ stehen. Dabei geht es zum einen darum, über die Stadtgrenzen hinaus nach außen noch mehr Wirkung zu entfalten und das kulturelle Image der Stadt zu festigen. Zum anderen soll dieser neue Ort zur Förderung der Kultur als Basis für einen sozialen Wandel dienen.
„Mit dem Kreativzentrum schaffen wir Raum für Kreative, die ihrerseits ein kreatives Angebot zur Förderung von denjenigen erarbeiten, denen der Zugang zur Kultur ansonsten erschwert ist. Solch ein nachhaltiges Projekt braucht natürlich Zeit, aber wir erhoffen uns, dass Kultur so virulent wird, andere ansteckt, und letztlich eine kulturelle Identität in Neunkirchen entsteht. Daran wollen wir hier arbeiten“, erklärt Oberbürgermeister Jürgen Fried.


Sanierung

Im Kutscherhaus, das neben dem Veranstaltungsort „Stummsche Reithalle“, direkt im „Alten HüttenAreal“ steht, wurden acht moderne Räume zwischen 11 und 18 hergerichtet (6 Räume für Mieter, ein gemeinsamer Besprechungsraum und ein Time Sharing – Büro).

Das Gebäude wurde insgesamt umfangreich saniert. Das Eingangspodest wurde um ca. 7m² vergrößert, eine behindertengerechte Rampe in Stahlbeton erstellt und beides mit einem neuen verzinkten Geländer versehen.
Haupt- und Nebengebäude erhielten eine neue Dacheindeckung inkl. Regenrinne und Ortgang. Ein neues Dachliegefenster wurde im Hauptgebäude eingebaut. Sämtliche Fassaden erhielten einen neuen Anstrich und der Sockel des Hauptgebäudes wurde sandgestrahlt.

Die Eingangstür wurde komplett erneuert um einen behindertengerechten Zugang zu gewährleisten.
Im Erd- und Obergeschoss wurden teilweise neue Trockenbauwände montiert um eine Trennung der Räume in Einzelbüros zu ermöglichen. Sämtliche Elektroleitungen wurden inkl. der Unterverteilungen komplett erneuert. Es wurde eine komplette Vernetzung des Gebäudes mit Brandmeldeanlage, Telekommunikation, WLAN und einem Server durchgeführt.

Die Heizungsanlage wurde durch eine Brennwerttherme ersetzt. Einige der alten Heizkörper wurden erhalten. Im Obergeschoss wurden das vorhandene Bad inkl. WC demontiert und im Gegenzug eine barrierefreie Toilettenanlage im Erdgeschoss hergestellt. Hier fand man auch Platz für den Einbau einer Pantryküche. Im gesamten Gebäude wurden die Wände und Decken neu tapeziert und gestrichen.

Alle Bodenbeläge wurde erneuert, die bestehenden Türen wurden restauriert, und teilweise neue Türen eingebaut. Die vorhandene Holztreppe inkl. der Podeste wurden ebenfalls restauriert. Nicht nur die Brandmeldeanlage wurde erweitert, sondern auch vier neue Brandschutztüren im Flur, sowie zwei T30-RS Türen im Keller. Zusätzlich wird noch der Fliesenbelag auf dem Eingangspodest, sowie die dazugehörige Glasüberdachung hergestellt.


Noch Plätze vorhanden

Drei Plätze sind bereits vergeben. Schauspieler Wolfgang Reeb verlegt eine Firma Film-Event-Treff nach Neunkirchen und will so Jungfilmer in die Stadt holen. Aus derselben Branche kommen Markus Tretter und Moritz Grenner mit ihrer Filmproduktionsfirma Marmorfilm, die in Neunkirchen eine Dependance gründen.  Dritter im Bunde ist der Wiebelskircher Francesco Cottone, der mit seiner Gesangsschule Vocalstudio und seinem Musiklabel Neverturndown Records einzieht.

Für drei Räume werden noch in das Konzept passende Mieter gesucht.
Die Räumlichkeiten werden den Kreativschaffenden und ihren sozialen Angeboten mietfrei zur Verfügung gestellt. Die Mieter tragen lediglich die Nebenkosten. Dabei werden Möglichkeiten der dauerhaften beziehungsweise der projektbezogenen Miete angeboten. Ein Büro-Grund-Inventar wird gestellt.
Hier setzt die Arbeit der neuen Integrationsmanagerin an. Für diese Stelle konnte die bekannte Schauspielerin, Sprecherin und Musicaldarstellerin Edda Petri, die in der Kulturszene bestens vernetzt ist, gewonnen werden. Sie leitet das Kreativzentrum und wird sich als Schnittstelle um alle Belange der kreativen Mieter kümmern. Sie wird also nicht nur Ansprechpartner für die Kunstschaffenden sein, sondern auch, gemeinsam mit diesen, künstlerische soziale Prozesse anstoßen.
Dabei soll es auch um die Organisation und Umsetzung unterstützender Beratung für Kreative gehen.
Derzeit werden die Nutzungsoptionen in der Reithalle und dem KOMMzentrum koordiniert. Angedacht sind zum Beispiel Workshops anlässlich des Weltmädchentages, ein gemeinsames Gesangsprojekt mit Kindern und Senioren sowie Workshops im Rahmen der „Musicalstadt Neunkirchen“.


Förderung

Die Finanzierung der Integrationsmanagerin ist in der geschätzten Kostensumme von rund 430.000 Euro enthalten. Dabei fließt ein Großteil der Kosten (rund 350.000 Euro) in den Umbau des Kutscherhauses inklusive der Baunebenkosten. Dazu kommen noch Kosten für begleitende Maßnahmen.

In einem zweiten Teil dieses Projektes soll unter anderem die Entwicklung der Stummschen Reithalle (Sanierung und Umbau) gefördert werden. Unter anderem ist eine Modernisierung der Lüftungsanlage und eine Erneuerung der Bühne geplant. Eine Abstimmung mit der Denkmalbehörde erfolgt im Vorfeld.
Zudem gibt es erste Überlegungen für einen Erweiterungsbau des Kutscherhauses.

Die Baumaßnahme sowie die ideelle Konzeption des Kreativzentrums Kutscherhaus wurde vonseiten der Stadt vom Amt für Gebäudemanagement, dem Strategischen Stadtdesign, dem Beteiligungsmanagement sowie dem Citymanagement begleitet. Partner der Baumaßnahme ist das Neunkircher Architekturbüro Kremp, das die Koordination der Handwerker vor Ort übernommen hat.

Oberbürgermeister Jürgen Fried dankte bei der offiziellen Eröffnung des Kreativzentrums allen an der Idee und der Umsetzung Beteiligten: „Aus einem Haus, das ehemals einem Kutscher des Eisenwerks als Wohnhaus diente, ein solches Kreativzentrum zu schaffen, das war eine enorme Anstrengung. Herzlichen Dank dafür, dass diese zunächst vage Idee so umgesetzt werden konnte. Nun müssen wir die Ärmel hochkrempeln, und dieses Kreativzentrum nachhaltig für die Stadt und ihre Menschen entwickeln!“


Bewerbung

Kultur ist in Neunkirchen ein Motor der Stadtentwicklung. Daher stellt die Kreisstadt Neunkirchen Kreativen, insbesondere aus dem Bereich Film, Musik und Mode ab Juli im Kreativzentrum Kutscherhaus, Saarbrücker Straße 19, Räume zur Umsetzung von sozial integrativen Projekten zur Verfügung.

Senden Sie bitte Ihre aussagekräftige Kurzbewerbung, in der Sie uns Ihre künstlerische Tätigkeit, Ihre Vorbildung im künstlerischen Bereich und Ihre Projektidee, sowie Name und Anschrift mitteilen, zu.

Wir setzten uns dann mit Ihnen in Verbindung.

Jürgen Fried
Oberbürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen


Rechter Inhaltsbereich

Anschrift

Kreativzentrum Kutscherhaus
Saarbrücker Straße 19
(neben Stummscher Reithalle)
66538 Neunkirchen

E-Mail: kutscherhaus@neunkirchen.de


Kontakt

Edda Petri
Integrationsmanagement, Leitung Kreativzentrum

Saarbrücker Straße 19
66538 Neunkirchen
Tel. 06821 / 29485-22
edda.petri@neunkirchen.de